Überlebensmesser kamen im Zweiten Weltkrieg auf. Piloten und Soldaten benötigten eine zuverlässige Klinge für Notsituationen – vom Abhacken von Ästen bis zum Durchstechen einer Flugzeughaut. Daher waren die ersten Modelle sehr massiv und besaßen eine Säge am Rücken, die zum Schneiden von Metall diente. Später, in den 1980er Jahren, wurden Überlebensmesser zunehmend mit einem tragbaren Notvorrat (PES) ausgestattet, der im Griff oder in der Scheide versteckt war. Sie entwickelten sich zu multifunktionalen Werkzeugen mit Feuerstahl, Kompass und anderen Werkzeugen, die zum Überleben im Wald und in Extremsituationen notwendig waren.
Ein hochwertiges Überlebensmesser hat in der Regel eine durchgehende Erlkonstruktion mit dickem Rücken. Es muss dem Abhacken von Ästen und Stoßbelastungen standhalten und gute Schneideigenschaften aufweisen. Die beliebtesten Überlebensmesser werden von TOPS, Ka-Bar, Aitor, ESEE, Cold Steel und Extrema Ratio hergestellt. Am häufigsten werden D2-, 1095- und N690-Stähle verwendet. Griffe aus Micarta, G10, Thermoplast oder Leder bieten sicheren Halt bei jedem Wetter.
Einige Messer werden mit MOLLE-Scheiden, Survival-Kits und Schärfern geliefert. Ein gutes Survivalmesser ist beim Wandern, bei der Jagd und in Extremsituationen praktisch.